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Der Hochrhein

Der Hochrhein - der gefesselte Fluss

Der Hochrhein durchfließt vom Austritt des Bodensees bis hin zum Rheinknie von Basel eine Strecke von 145 Kilometern. Diese ist sehr gefällereich, weshalb der Rhein bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts ein wilder Fluss mit einem engen und tief eingeschnittenen Flussbett war. Die gewaltige Macht des Hochrheins ist heute z.B. noch am Rheinfall oder am Kadelburger Laufen deutlich sichtbar. Genauso bekannt waren auch die Stromschnellen bei Laufenburg.

Von Menschen veränderter oder gebändigter Fluss!?

Die Lachse, eine Leitart des früheren unverbauten Hochrheins, sind durch die Verbauung des Rheins vollständig verschwunden. Bis ins zwanzigste Jahrhundert sind Sie bis zum Rheinfall aufstiegen. Dann kamen im Hochrhein, aber auch Rheinabwärts am Oberrhein etliche von Menschenhand geschaffene Barrieren hinzu: die Staudämme der großen Kraftwerke. Im heutigen Ausbauzustand gibt es am Hochrhein 13 Stauwehre zwischen Schaffhausen und Birsfelden.
Beim Neu- oder Umbau werden bestehende Flusskraftwerke inzwischen mit Umgehungsgerinnen ausgestattet. Diese Umgehungsgerinne soll es vielen Wasserlebewesen erlauben in einem bachähnlichen Wasserlauf die Stauwehre leichter umgehen zu können.

Staustufen am Hochrhein. (Gewässerdirektion Südlicher Oberrhein, Bereich Waldshut)

Der Fluss wird zum Kanal

Dies bedeutet, dass der Hochrhein heute für viele Tierarten unpassierbar ist. Auch hat sich der Lebensrauminsgesamt vollkommen verändert. Aus dem kiesreichen, wilden Fluss wurde auf großen Etappen ein stehendes bis sanft fließendes Gewässer in einem Korsett aus künstlichen und naturfern gestalteten Uferbefestigungen. Schlamm- und Sandabsetzung haben dazu geführt, dass auch die Flusssohle versiegelt und damit als Lebensraum für die reiche Wasserwelt ausfällt.
Das hat Auswirkung auf die Pflanzen- und Tierwelt im Hochrhein-Talraum. Sich ständig verändernde Kiesbänke sind verlorengegangen, so dass Lebensräume für Pionierpflanzen und Brutorte für Vögel und Fische abhanden gekommen sind. Die steilen Uferbefestigungen stellen für Tiere ein Hindernis zwischen dem Fluss und dem Flussufer dar. Am deutschen Hochrheinabschnitt sind nur 40 Kilometer einigermaßen naturnah erhalten, dagegen sind über 70 Kilometer stark verändert.

Nutzung, Lebensraum und Erholung

Der Hochrhein und seine Ufer werden heute sehr vielfältig genutzt, hauptsächlich durch Besiedlung der Ufer und durch die Flusskraftwerke und zur Schifffahrt, als Freizeit-/Erholungsraum, als Naturerlebnisraum und für den Angelsport. Es gilt im Zusammenwirken vieler Interessen Teile des Hochrheins zu renaturieren und auf diese Weise einen naturnäheren Flussraum herzustellen. Im Projektverlauf sollen Akzeptanz und Wertschätzung der Bewohner für die Flusslandschaft gewonnen und Gewässerrenaturierungen umgesetzt werden. Die Nutzer sollen angesprochen werden, um den Hochrhein als verbindenden Lebensraum über die Grenzen und die den Rheinverlauf trennenden Staustufen zu erleben. Die umfangreichen Neukonzessionierungen von Wassernutzungsrechten der Rheinkraftwerke im laufenden Jahrzehnt ermöglichen es, ökologische Verbesserungen für den Hochrhein festzuschreiben.

 

Der Rhein - Zielfische

Beim Rhein kommen eindeutig Friedfischer sowie Raubfischangler auf Ihre kosten. Einerseits werden im Rhein kapitale Zander und Hechte gefangen, andererseits ist das Gewässer bekannt für das Vorkommen an kampfstarken Barben. Zander und Hechte lassen sich mit künstlichen Ködern wie Spinner, Blinker und Gummifischen überlisten. Friedfische wie die, in großen Mengen vorkommenden jedoch nicht außergewöhnlich schweren, Brassen sowie die im Strom anzutreffenden Barben lassen sich am besten mit Maden fangen.

Einst war der Rhein bekannt für sein Vorkommen an Aalen. Seit mehreren Jahren jedoch gehen die Fangquoten stark zurück. Dies ist einerseits zurückzuführen auf die starke Befischung durch die Angler, jedoch hauptsächlich durch die professionellen Fangkonzerne, welche Blankaale in großen Mengen dem Meer entnehmen. Diese werden in China als Delikatesse angeboten. Auf Grund des Fehlens von Nachwuchs, den Blankaalen,  kommt es zu Populationsproblemen.

Der Rhein ist des Weiteren ein Top-Gewässer für Barben. Dies kommt daher, dass die in der Strömung anzutreffende Barbe von Buhnenspitzen aus optimal beangelt werden kann. Der Köder sollte , mit oder ohne Futterkorb, von der Buhnenspitze aus, schräg in die Strömung geworfen werden. Bei diesem Vorhaben sollte die Montage schwer bebleit werden, damit diese bei den Strömungsverhältnissen auf Grund bleibt. Bleie von 100 Gramm und mehr sind keine Besonderheit beim Angeln auf Barben. Ohne das Vorhandensein von Buhnen wäre es kaum möglich ein so großes Gewicht auf Weite zu bringen, ohne dass dieses von der Strömung wieder ans Ufer getrieben wird.

 

Zwischen zwei Buhnen ist die Strömung meist verschwindend gering, sodass problemlos Weißfische wie Brassen, Rotaugen, Nasen und Güster beangelt werden können. Da die Strömung dennoch nicht zu verachten ist, empfiehlt sich eine stark bindende Futtermischung zu verwenden. Ebenfalls viel versprechend ist es mit der Spinnrute den Buhnenweg abzugehen und ein komplettes Buhnenbecken somit abzufischen. Buhnenkopf und Buhnenfuß sind hierbei besonders erwähnenswerte Stellen wenn es um das Raubfischangeln geht.