Riesenwelse erobern Rhein

Der Flusswels vermehrt sich in Deutschlands Gewässern rasant. Die Fische erreichen eine Länge von bis zu drei Metern und können 150 Kilogramm schwer werden. Biologen sprechen von der größten Veränderung der Wasserfauna seit der Eiszeit - rätseln aber über den Grund dafür.

 

Der Flusswels ist geheimnisvoll. Niemand kann genau sagen, wo er herkommt. Und kaum einer bekommt ihn jemals zu Gesicht - nur der Angler, der seinen Köder mit viel Glück direkt vor seiner Nase präsentiert: tief unten im Dunkeln, wo der Wels in einem schlammigen Loch sitzt und zeitlebens jede unnötige Bewegung vermeidet.

 

Diese Chance ist größer als je zuvor: Der Flusswels breitet sich in Deutschland rasant aus, die Population wächst und wächst. Die Fische können bis zu drei Meter lang, 150 Kilogramm schwer und 80 Jahre alt werden. Nach Angaben von Anglern steigt die Zahl der gefangenen Exemplare rapide an. Forscher rätseln über den Grund des plötzlichen Booms.

                  14 Tonnen Wels in einem Jahr

Immerhin: Die dürftigen Zahlen, die vorliegen, dokumentieren eine eindrucksvolle Entwicklung. Noch in den achtziger Jahren gab es nur vereinzelte gemeldete Wels-Fänge. 1996 wurden dann schon 656 Kilogramm registriert, 1997 waren es 1282 Kilo. Die aktuellsten Zahlen stammen aus dem Jahr 2010, als die Angler mehr als 14 Tonnen Wels aus dem Rhein holten.

Fische im Hochrhein

Was gibt es an Fischarten im Hochrhein?

Sehr häufig: Barbe, Döbel, Rotaugen, Brachsen, Aal, Rapfen, Wels, Karpfen,
Kamberkrebs

Häufig: Forellen, Hecht, Güster, Barsch

Selten: Nase, Schleie, Hasel, Äsche, Zander, Trüsche


Kleinfischarten:
Laube, Schneider, Gründling , Bachneunauge, Elritze, Schmerle, Groppe, Kaulbarsch, Stichling, Sonnenbarsch

Selten: Steinbeisser

Letzter dokumentierter Stör vom Oberrhein, gefangen 1916 in der Kinzigmündung bei Auenheim ( Regierungspräsidium Freiburg )

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